Week 13-17

Week 15 | Brady landet Comebacksieg – wieder gegen Matt Ryan

20. Dezember 2020. Ein schlechter Start gehört bei den Tampa Bay Buccaneers nun offensichtlich dazu. Zum dritten Mal hintereinander wirkten die Buccaneers im ersten Viertel nicht bei der Sache – die völlige Umkehrung von ihren Starts der ersten Saisonhälfte, wo sie oft wie unwiderstehlich begonnen hatten. Die erste Hälfte gehörte eindeutig den Atlanta Falcons, die mit gut aufgelegtem QB Matt Ryan wie nach belieben über das Feld zogen. 17-0 führten die Falcons völlig verdient zur Pause. Die Buccaneers hatten nur gepuntet, Tom Brady gerade einmal 70 Passing Yards erzielt.

Die zweite Halbzeit aber stellte alles auf den Kopf. Brady führte sein Team auf einmal mit Leichtigkeit nach vorne, während bei den Falcons und Matt Ryan kaum mehr etwas zusammen ging. Nach zwei kurzen Lauf-Touchdowns von Leonard Fournette, einem TD-Pass von Brady zu Godwin und einem 27-Yard-Field-Goal hatten die Buccaneers Anfang des letzten Viertels den Gegner erreicht, 24-24. Dann erst wachten die Falcons wieder auf. Nach langem Pass zu Calvin Ridley erreichte Atlanta die gegnerische Hälfte und Younghoe Koo verwandelte sicher aus 52-Yards, die Führung für Atlanta.

Brady aber war in Fahrt. Pässe zu TE Cameron Brate und zu Chris Godwin reichten für zwei neue First Downs und Ballbesitz knapp hinter der Mittellinie. Dann entwischte Antonio Brown seinem Manndecker auf einer Go-Route, Bradys Pass erreichte Brown in vollem Tempo an der 5-Yard-Linie und dem ungehinderten Weg zum Führungs-Touchdown und späteren Endstand von 31-27. Es war Browns erster TD seit über einem Jahr.

Matt Ryan, der 356 Yards und drei Touchdowns warf, konnte keinen First Down mehr erzielen. Den Buccaneers gelang es in der zweiten Hälfte den Druck auf Ryan deutlich zu erhöhen. Am Ende wurde er zweimal von LB Devin White gesackt, der mit zwölf Tackles, drei Sacks und drei Knock Downs ein großes Spiel gemacht hatte.

Wie schon beim Super Bowl 51 war es Brady gelungen, einen hohen Rückstand gegen Atlanta und Ryan aufzuholen. 390 Yards und zwei Touchdowns erzielte er. Brady ist mit seinen 43 Jahren mittlerweile der älteste Spieler der Liga. „Er ist eben ein absoluter Siegertyp“, schwärmte Cheftrainer Bruce Arians nach dem Spiel von seinem Quarterback. „Er weiß, wie es geht.“ Da die Saints wieder verloren ist Tampa Bay nun auf ein Spiel an den Tabellenführer der NFC South herangerückt.

NFC South: 1. NO Saints 10-4 – 2. TB Buccaneers 9-5.

Die New England Patriots indes verloren mit 22-12 gegen Miami weil sie die Endzone nicht finden konnten und kein Rezept hatten gegen das Laufspiel der Dolphins. New England (6-8) kommt zum erstenmal seit 12 Jahren nicht in die Playoffs.

Week 14 | Zurück auf die Siegesspur

Wie die Woche zuvor erwischten die Tampa Bay Buccaneers einen schlechten Start. Dalvin Cook, der Running Back der Minnesota Vikings war zunächst kaum zu stoppen und erzielte den ersten TD des Spiels. Tom Brady kam nicht gut ins Spiel, warf weit über den Kopf des frei stehenden Wide Receivers Antonio Brown und musste im ersten Viertel mit seinem Angriff zweimal schnell vom Platz. Dann aber zielte er genauer und bediente Scotty Miller auf einem Postpattern zum 48-Yard-Touchdown. Die Vikings kamen zwischen den 20-Yard-Linien weiterhin gut voran, aber Kicker Dan Bailey zielte bei zwei FG-Versuchen daneben (wie schon zuvor beim Extrapunkt und noch einmal im letzten Viertel bei einem misslungenen 46-Yard-FG-Versuch).

Inzwischen hatten die Buccaneers im Angriff ihren Rhythmus gefunden und bauten die knappe Führung spielend mit einer guten Mischung aus Lauf- und Passspielzügen aus. 78 Yards erzielte Cook in der ersten Hälfte mit seinen Läufen. Das war im zweiten Abschnitt vorbei, die Buccaneers beherrschten zunehmend die Line-of-Scrimmage und setzten nun den gegnerischen QB Kirk Cousins gehörig unter Druck. Sechs Sacks erzielten sie und zwangen Cousins bei acht weiteren Pass-Aktionen zum vorzeitigen Wurf und schlugen ihn sieben Mal zu Boden. Brady indes wurde exzellent beschützt. Er musste kaum unter Druck werfen. Obwohl die Vikings den Ball fast doppelt solang hatten, die Buccaneers siegten am Ende mit 26-14 deutlich, weil sie in der Redzone wesentlich effizienter agierten.

NFC South: 1. NO Saints 10-3 – 2. TB Buccaneers 8-5